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Buchtipp: ABKASSIERT - Die skandalösen Methoden der Finanzbranche |
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Baum, Reiter & Collegen, Benrather Schlossallee 101, 40597 Düsseldorf Fon: 0211 - 836 805 70, Fax: 0211 - 836 805 78, kanzlei@baum-reiter.de, www.baum-reiter.de |
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Nachrichten zum Buch
Kundenwünsche spielen bei der Bankberatung weiter keine Rolle (15.12.2009) Entgegen allen Beteuerungen und Versprechen in der öffentlichkeit beraten viele Banken, Sparkassen und Genossenschaftsinstitute ihre Kunden weiter schlecht. In einer Untersuchung der Stiftung Warentest konnte sich keine der 21 getesteten Filialbanken und Sparkassen durch eine gute Anlageberatung auszeichnen. Im Gegenteil: Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) erhielten die Institute im Durchschnitt nur die Note 3,9. In jeweils sieben Filialen der Institute ging es darum, 30 000 Euro für fünf Jahre sicher anzulegen. Die Test-Anleger liebäugelten mit einer Rendite von vier Prozent, die derzeit mit einer sicheren Anlage nicht zu erzielen sind. Die Banker kümmerte das wenig. Sie verschwiegen, dass der Kunde entweder auf absolute Sicherheit oder einen Teil der Rendite verzichten muss. Stattdessen boten sie entgegen den Kundenwünschen Risikopapiere an und empfahlen Zertifikate, Aktienfonds oder offene Immobilienfonds. Eine Sparkasse riet sogar, ein Goldkonto einzurichten, was angesichts der starken Goldpreisschwankungen wohl kaum eine sichere Anlage ist. Ein anderes Institut kam sogar auf die Idee, den Anlegern eine private Rentenversicherung zu verkaufen, was wohl nur einem einen Gewinn gebracht hätte – der Bank. Die Beispiele zeigen, dass jetzt endlich der Gesetzgeber tätig werden und die Regressmöglichkeiten von Kunden verbessern muss – eine Forderung, die Gerhart Baum, Julius Reiter und Olaf Methner in ihrem Buch „Abkassiert” längst aufgestellt haben und begründen. Die Düsseldorfer Anwälte sehen vor allem eine Lösung in einer Beweislastumkehr; falsche Beratung muss für die Verursacher richtig teuer werden.
Abkassiert: Bundesministerin Aigner droht Banken (14.12.2009) Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner will die Bankenbranche notfalls zu einer besseren Kundenberatung zwingen. Die Banken hätten als Konsequenz aus der Lehman-Pleite eine grundlegende Reform ihrer Beratungspraxis zugesagt. Die Wirklichkeit sehe aber anders aus, so die Ministerin. Falschberatungen seien nach wie vor an der Tagesordnung. Im vergangenen Juli hatte die Verbraucherschutzministerin ein Produktinformationsblatt vorgestellt, in dem die wichtigsten Eigenschaften eines jeden Finanzprodukts kurz dargestellt werden. Bislang wäre nur eine Bank bereit, diesen Standard zu übernehmen, so Aigner. Zögen die anderen Banken nicht freiwillig nach, würde eine gesetzliche Regelung unumgänglich. In „Abkassiert” machen die Autoren Gerhart Baum, Julius Reiter und Olaf Methner Vorschläge, wie Gesetzesänderungen für verbesserten Verbraucherschutz aussehen könnten, z.B. durch die Vorgabe transparenter Produktinformationen.
Versicherungsunternehmen verweigern Kostentransparenz (14.12.2009) Still und heimlich kassieren Versicherer Gebühren, die bei fondsgebundenen Lebensversicherungen als Rückvergütung (Kick Backs) von den Fondsgesellschaften gezahlt werden. Während Banken solche Rückvergütungen dem Kunden transparent machen müssen, lehnt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eine solche Kostentransparenz schlichtweg ab. Die Versicherungslobbyisten behaupten, die Kick Backs würden nach Abzug der Kosten für die Versicherer in die überschussbeteiligungen der Kunden fließen. Deshalb sei eine Bekanntgabe überflüssig. Verbraucherschützer sehen das anders. Im aktuell erschienenen Buch „Abkassiert” beschreiben die Düsseldorfer Rechtsanwälte Gerhart Baum, Julius Reiter und Olaf Methner ausführlich, wie zahlreiche Versicherungsunternehmen - für den Kunden nicht nachvollziehbar- mit Kick Backs und anderen Tricks in die eigene Tasche wirtschaften und Kunden mit geschönten Beispielrechnungen in die Irre führen.
Die Party geht wieder los (13.12.2009) Amerikas Finanzindustrie erlebt eine wundersame Wiederauferstehung. Großbanken wie JP Morgan Chase und Goldman Sachs erzielen rekordverdächtige Gewinne. Selbst Problemkindern wie der Bank of America und der Citigroup geht es besser, als die meisten Experten es für möglich gehalten hätten. Für die Investmentbanker ist das schon jetzt ein Grund zum Feiern, obwohl die neue Bonus-Saison erst 2010 eröffnet wird. „Die Bonustöpfe sind prall gefüllt und viele Banker wollen die Konsumfreuden schon jetzt ausleben”, schreibt der US-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung Moritz Koch. Kunsthändler, Juweliere, Gourmetboutiquen und Privatjetfirmen - sie alle hatten mit dem Schlimmsten gerechnet, als die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im vergangenen Jahr die Rezession ausgelöst hatte. Nun seien die Händler zurück im Geschäft, schreibt Moritz. „Die Party geht von vorne los.” Wozu das bereits geführt hat und wieder führen kann, ist in „Abkassiert” eindrucksvoll nachzulesen.
Anbieter von Riester-Produkten kassieren ab (10.12.2009) Riester-Produkte sind meist teuer als vergleichbare Angebote ohne Staatszuschüsse und aufgrund mangelnder Kostentransparenz nur schwer vergleichbar. Zu diesem Ergebnis kommen ein Gutachten der Universität Bamberg im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sowie ein Riester-Test der Zeitschrift ökotest. Die Bamberger Wissenschaftler fanden heraus, dass rund 40 Prozent der Angebote für die Untersuchungsreihe der „45-jährigen Sparer” erhebliche Mängel aufweist. Es fehlten Angaben zu den Abschluss- und Vertriebskosten sowie den Verwaltungsgebühren. Verschwiegen wurden oft auch Kosten bei einem möglichen Anbieterwechsel. In nur jedem dritten Angebot hätten sich solche Angaben gefunden, die dann aber für die Interessenten auch nur schwer nachvollziehbar gewesen wären. Der Vergleich zwischen mehreren Angeboten sei so kaum möglich, lautet das Fazit der Wissenschaftler. Zu einem verheerenden Urteil über die in vielen Riester-Verträgen versteckten Kosten kommt die Zeitschrift ökotest. Auch wenn berücksichtigt wird, dass für die Riester-Sparanlagen ein teurer Verwaltungsaufwand anfiele, verlangten die Versicherer meist ungebührend Gebühren als bei ungeförderten Produkten. So sei nicht einzusehen, warum die Versicherer auch in der Rentenphase höhere Gebühren verlangten, in der keine höheren Verwaltungskosten anfielen. Ausführlich beschreibt auch das Buch „Abkassiert” die vielfältigen Tricks der Versicherungen, mit denen Vorsorgesparer heimlich um ihre Renditen gebracht werden.
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Pressestimmen
Justuf 06/2010 Weser Kurier vom 16.05.2010 SWR2 Die Buchkritik vom 14.01.2010 Presseclub im Ersten vom 20.12.2009 Handelsblatt vom 11.09.2009 Süddeutsche Zeitung vom 19.09.2009 Stern-Online 15.09.2009 kapital-markt intern 36/09 Börse Online Graumarktinfo 24.09.2009 |